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Olympia 2026

Olympia 2026: Ilia Malinin begeistert das Publikum mit einem Salto

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Ilia Malinin verzauberte das Publikum mit seinem Kurzprogramm.Bild: keystone

Eiskunstläufer begeistert mit Salto – bis vor Kurzem war dieser noch verboten

Eiskunstläufer Ilia Malinin glänzte im olympischen Kurzprogramm und begeisterte mit einem Rückwärtssalto das gesamte Publikum. Es ist noch nicht lange her, da gab es für dieses Element noch einen Punktabzug.
11.02.2026, 09:3211.02.2026, 11:35

Nach dem olympischen Kurzprogramm der Eiskunstläufer führt Ilia Malinin das Klassement an. Der US-Amerikaner zeigte eine fantastische Leistung und liegt deutlich vor seinem härtesten Konkurrenten Yuma Kagiyama, der keine fehlerfreie Leistung aufs Eis legen konnte. Malinin hat vor der Kür mit 108,16 Punkten bereits fünf Zähler mehr auf dem Konto als der Japaner.

Das Highlight lieferte Malinin mit einem Kunststück, welches lange verboten war. Nach etwas mehr als zweieinhalb Minuten zeigte der 21-Jährige einen Rückwärtssalto, als wäre es das Einfachste auf der gesamten Welt. Bereits im Teamwettbewerb konnten die Zuschauer über den Salto von Malinin staunen.

Es war erstmals seit 1998, dass ein Salto bei den Olympischen Spielen vorgeführt wurde. Die Französin Surya Bonaly zeigte diesen in Nagano und erhielt dafür Punktabzug. Denn seit 1976 war der Salto nicht mehr erlaubt, nachdem Terry Kubicka als erster Olympionike einen Rückwärtssalto zeigte. Der Grund für das Verbot lag gemäss dem Weltverband ISU bei der Verletzungsgefahr. Der Weltverband fällte in den 1970er-Jahren auch den Entscheid, dass der Salto kein klassisches Eiskunstlauf-Element ist.

Vor der letzten Saison wurde das Salto-Verbot zwar wieder aufgehoben, aber er gilt weiterhin nicht als Element. Einzig für eine bessere Punktzahl in der Choreografie ist der Salto nützlich und natürlich auch, um das Publikum zu begeistern.

Ilia Malinin of the United States competes during the men's figure skating short program at the 2026 Winter Olympics, in Milan, Italy, Tuesday, Feb. 10, 2026. (AP Photo/Francisco Seco)
Ilia Malin ...
Malinin liefert auf dem Eis jeweils eine grosse Show ab.Bild: keystone

Auch wenn der Salto sehr spektakulär aussieht, gibt es noch schwierigere Sprünge, beispielsweise den Vierfach-Axel, welchen Malinin aktuell als Einziger beherrscht. Der «Vierfach-Gott» verzichtete im Kurzprogramm aber noch auf diesen und zeigte nur den dreifachen Axel.

In der Kür kann jedoch mit dem Sprung, in dem der Läufer 4,5 Drehungen in der Luft zeigt, gerechnet werden. Erst im letzten Dezember verbesserte Malinin beim Grand-Prix-Final in Nagoya mit seiner Kür seinen eigenen Weltrekord und erhielt satte 238,24 Punkte. Man darf gespannt sein, was Malinin am Freitag in der Medaillenentscheidung zeigen wird. (riz)

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quelle: keystone / filip singer
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13 Kommentare
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Auch wenn es nur war wie gegen Ajoie – ein 4:0 als Versprechen
Ein Sieg ist nie selbstverständlich. Aber etwas anderes als ein Sieg wäre eine Schmach gewesen. Die Schweizer erfüllten die Pflichtaufgabe gegen Frankreich wie aus dem Lehrbuch und siegten 4:0.
Es war ein wenig wie bei einem Spiel gegen Ajoie in unserer heimischen Liga. Eine Niederlage gegen den 16. und Letzten der WM 2025 war im Grunde undenkbar und wäre als Schmach gewertet worden. So wie immer noch jede Niederlage gegen Ajoie den Schwefelhauch der Schmach in sich trägt. Dazu kommt: Bei den Franzosen spielen ja wichtige Spieler unseres ewigen Schlusslichtes: Torhüter Antoine Keller, Verteidiger-Titan Thomas Thiry, der Leitwolf Pierre-Edouard Bellemare, ein ehemaliger NHL-Profi oder Kevin Bozon. Der Vergleich mit Ajoie macht also durchaus Sinn, um die Kräfteverhältnisse zu veranschaulichen.
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